Personen mit Schwerbehinderung und/oder in beruflicher Rehabilitation

Personen mit Schwerbehinderung

Menschen sind nach § 2 Abs. 1 und 2 SGB IX schwerbehindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 vorliegt. Der Grad der Behinderung wird auf Antrag beim hiesigen Versorgungsamt festgestellt, welches gegebenenfalls den Schwerbehindertenausweis ausstellt.

Menschen mit Schwerbehinderung stehen unter einem besonderen rechtlichen Schutz und können eine Reihe von Nachteilsausgleichen in Anspruch nehmen.

 

Personen in beruflicher Rehabilitation

Menschen, die länger als sechs Monate erkranken oder gefährdet sind dauerhaft zu erkranken, können einen Anspruch auf Hilfen zur beruflichen Rehabilitation [sogenannte „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“] haben. Die Erkrankungen können körperlicher, geistiger und seelischer Art sein. Die berufliche Rehabilitation umfasst alle Maßnahmen und Leistungen, die Jugendlichen und Erwachsenen bei einer vorhandenen oder drohenden Behinderung helfen sollen, möglichst auf Dauer beruflich eingegliedert zu werden oder eingegliedert zu bleiben.

Über die Notwendigkeit beruflicher Rehabilitation entscheidet ein Rehabilitationsträger. Dies können gesetzliche Krankenkassen, Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften), Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, Träger der Kriegsopferversorgung- und Fürsorge, die Bundesagentur für Arbeit, die Öffentliche Jugendhilfe und Träger der Sozialhilfe sein. Welcher Rehabilitationsträger für die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zuständig ist, richtet sich nach der Ursache der Erkrankung/ Behinderung (z. B. Arbeitsunfall, Impfschaden, Kriegsunfall etc.) und nach dem Umfang der angerechneten Versicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Bundesagentur für Arbeit ist zuständiger Rehabilitationsträger für die berufliche Rehabilitation, sofern kein anderer Rehabilitationsträger zuständig ist.

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II durch das Jobcenter Heidelberg erhalten, können die Beratung spezieller Ansprechpartner wahrnehmen. Diese Fachkräfte beraten individuell und umfassend über die Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung und initiieren dafür gemeinsam mit dem Kunden und gegebenenfalls in Abstimmung mit dem zuständigen Rehabilitationsträger erforderliche Maßnahmen und Leistungen.

 

Bei Fragen, Anregungen und Hinweisen kontaktieren Sie gerne unsere Ansprechpartner:

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